Cannabis Sorten

Purple Haze Strain: Herkunft, Aroma und CBD-Blüte

Jona Decker von Jona DeckerAktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Purple Haze: Sativa-dominanter Haze-Hybrid mit zugeschriebenem Purple-Thai-Bezug
  • Violette Blüten entstehen durch Anthocyane, abhängig von Genetik und Temperatur
  • Aroma süß-beerig mit erdigen und würzigen Haze-Noten
  • Schlanker Wuchs und längere Blütezeit als bei kompakten Indica-Sorten
CBDÍA-Beutel Purple Haze mit violetter CBD-Blüte auf dunklem Holz in Magenta-Licht, Purple Haze Strain

Purple Haze: Sorten-Steckbrief

Sativa-dominanter Hybrid
  • Genetik Haze x Purple Thai (zugeschrieben, nicht eindeutig belegt)
  • Züchter und Herkunft Herkunft nicht eindeutig belegt
  • Cannabinoid-Spanne der Sorte Sorteninfo: Haze-Genetik; CBD-Variante unter 0,3 Prozent THC
Dominante Terpene Myrcen
Aroma Beerensüßerdigwürzig

Purple Haze gehört zu den bekanntesten Namen in der Cannabis-Welt und wird oft mit violetten Blüten, markantem Aroma und der Haze-Familie verbunden. In diesem Sorten-Steckbrief schauen wir uns an, was hinter der Sorte steckt: woher Purple Haze stammt, welche genetischen Linien ihr zugeschrieben werden und warum Blüten unter bestimmten Bedingungen violett aussehen können.

Außerdem geht es um das typische Aromaprofil, die botanische Einordnung und darum, wie der Purple Haze Strain als CBD-Blüte eingeordnet wird. Der Fokus liegt auf Herkunft, Pflanzenmerkmalen und Terpenen als Duftstoffen, nicht auf Konsum oder Wirkung.

Purple Haze Strain: Name, Herkunft und Einordnung

Purple Haze ist ein bekannter Sortenname und zugleich ein kulturell aufgeladener Begriff. Als Purple Haze Strain wird meist ein Profil beschrieben, das Sativa-betonte Haze-Eigenschaften mit einer auffälligen, teils violetten Optik verbindet.

Wichtig ist dabei: Purple Haze bezeichnet nicht immer exakt dieselbe Genetik. Je nach Züchter, Anbauweise und Produkt kann die Sorte unterschiedlich ausfallen.

Purple Thai und klassische Haze-Genetik

Die genaue Herkunft von Purple Haze lässt sich nicht eindeutig auf eine einzelne Quelle zurückführen. Häufig wird der Purple Haze Strain als Verbindung aus klassischen Haze-Linien und einem Purple-Thai-Bezug beschrieben. Purple Thai steht dabei eher für eine oft genannte genetische Richtung als für eine sicher belegte Abstammung. Haze selbst ist eine Sortenfamilie, die sich über frühe Kreuzungen, weitergegebene Samen und unterschiedliche Selektionen entwickelt hat. Deshalb kann die Genetik je nach Linie variieren. Wie sich Sativa, Indica und Hybride grundsätzlich unterscheiden, erklärt unser Beitrag zum Unterschied zwischen Sativa und Indica.

Was bedeutet der Name?

Der Name beschreibt zwei Ebenen: „Purple“ verweist auf die mögliche violette Farbgebung der Blüten, die je nach Genetik und Anbaubedingungen sichtbar werden kann. „Haze“ ordnet die Sorte in die Haze-Familie ein, die für ihre aromatische, oft komplexe Prägung bekannt ist. Zusätzlich wird Purple Haze häufig mit dem gleichnamigen Song von Jimi Hendrix in Verbindung gebracht. Dieser kulturelle Bezug gilt als naheliegende Erklärung für den Namen, sollte aber nicht mit einer gesicherten botanischen Herkunft verwechselt werden.

Warum sehen die Blüten violett aus?

Anthocyane, Temperaturen und violette Buds

Die violette Färbung von Purple Haze hängt vor allem mit Anthocyanen zusammen. Das sind natürliche Pflanzenfarbstoffe, die je nach genetischer Veranlagung, Reifephase und Zellmilieu sichtbar werden können. Bei einer Pflanze mit entsprechender Anlage zeigen sich dadurch Nuancen von rötlich bis violett. Auch Temperaturen und Lichtverhältnisse können beeinflussen, wie deutlich diese Pigmente hervortreten. Nicht jeder Phänotyp entwickelt denselben kräftigen Farbton; manchmal erscheinen nur einzelne Bereiche der Blüte dunkler, während andere grün bleiben.

Warum Farbe kein Qualitätsmerkmal ist

So auffällig violette Blüten aussehen: Die Farbe sagt für sich allein nichts über die Qualität aus. Entscheidender sind nachvollziehbare Herkunft, saubere Verarbeitung, ein stimmiges Aroma und geprüfte Laborwerte zum Cannabinoidprofil. Auch grüne Blüten können hochwertig sein. Verstehe die Farbe deshalb als optisches Merkmal, nicht als Qualitätsversprechen. Ähnlich ist es beim verwandten Sortenprofil Purple Skunk, dessen Name ebenfalls auf die Färbung verweist.

Hanfblüte mit kräftiger violetter Färbung, warum die Blüten violett aussehen

Aroma und Terpenprofil

Süße, erdige und würzige Noten

Purple Haze wird geschmacklich oft als vielschichtig beschrieben. Im Vordergrund stehen meist süße Eindrücke, die an reife Beeren oder Trauben erinnern, dazu ein leicht floraler Duft. Erdige Akzente geben dem Profil Tiefe, würzige Nuancen sind typisch für viele Haze-Linien. Je nach Charge kann das Aroma eher fruchtig, blumig oder kräuterartig ausfallen.

Terpene als Duft- und Geschmacksstoffe

Terpene sind natürliche Aromastoffe der Cannabispflanze und prägen Duft und Geschmack einer Blüte. Bei Purple Haze erklären sie, warum einzelne Proben fruchtiger, floraler oder herber wahrgenommen werden. Myrcen wird zum Beispiel häufig mit erdigen und kräuterigen Duftnoten verbunden. Auch Anbau, Trocknung und Lagerung beeinflussen, wie intensiv das Aroma am Ende ist.

Die Pflanze: Wuchs und Blütezeit

In Sortenbeschreibungen wird Purple Haze meist als Sativa-dominierte Haze-Variante eingeordnet. Beschrieben wird die Pflanze häufig als eher schlank wachsend, mit längeren Internodien, schmalen Blättern und einer luftigen Blütenstruktur. Die Höhe kann je nach Phänotyp deutlich variieren. Die Blütezeit fällt bei klassischen Haze-Linien tendenziell länger aus als bei kompakten Indica-Sorten; konkrete Wochenangaben unterscheiden sich je nach Linie und Quelle.

Hohe schlanke Hanfpflanze mit violetten Blüten im Terrakottatopf, Wuchs und Blütezeit

Einordnung in die Haze-Familie

Purple Haze ist nur eine von vielen Sorten mit Haze im Namen. Einen Überblick über Herkunft und Merkmale der gesamten Linie findest du im Beitrag zu Haze Sorten. Eine der bekanntesten Verwandten ist Amnesia Haze, die ebenfalls für ein zitrisch-würziges Haze-Profil steht, aber ohne die violette Färbung beschrieben wird.

Purple Haze als CBD-Blüte

Als CBD-Blüte führt CBDÍA Purple Haze derzeit nicht; die aktuelle Auswahl findest du unter CBD Blüten. Für den Vergleich einer CBD-Blüte mit Haze-Charakter zählen überprüfbare Merkmale: Aroma, optischer Eindruck, Herkunft mit Land und Anbautyp sowie das Laborzertifikat der jeweiligen Charge. Der THC-Gehalt von CBD-Blüten liegt unter 0,3 Prozent, und die Abgabe erfolgt nur an Erwachsene ab 18 Jahren.

Fazit: die Sorte sachlich eingeordnet

Purple Haze verbindet eine bekannte Haze-Herkunft mit violetten Farbtönen, die vor allem durch Genetik und Anbaubedingungen entstehen. Die Sorte steht für ein süß-würziges Aroma und ein Sativa-geprägtes Profil. Als CBD-Blüte zählt vor allem die transparente Dokumentation von Herkunft und Laborwerten.

Hinweis: Dieser Steckbrief beschreibt die Sorte botanisch und aromatisch. Er enthält keine Aussagen zu Wirkung, Konsum oder Dosierung und ersetzt keine Rechtsberatung. Abgabe nur an Erwachsene ab 18 Jahren. Stand: September 2026.


Weitere CBD Blüten im Shop

Alle Produkte anzeigen
Sale
Sale
Bestseller

Häufige Fragen zum Purple Haze Strain

Die violette Farbe von Purple Haze geht auf Anthocyane zurück, natürliche Pflanzenfarbstoffe. Wie stark sie sichtbar werden, hängt von der Genetik des Phänotyps sowie von Temperatur und Licht während der Reife ab.

Purple Haze wird meist als Sativa-dominanter Hybrid aus der Haze-Familie eingeordnet. Die Bezeichnung beschreibt vor allem Wuchs, Blattform und die eher lange Blütephase der Pflanze.

Der Name Purple Haze wird häufig mit dem gleichnamigen Song von Jimi Hendrix in Verbindung gebracht. Das ist eine kulturelle Namensherkunft, keine belegte Aussage über Genetik oder Züchtung der Sorte.

Derzeit nicht: CBDÍA führt Purple Haze aktuell nicht als CBD-Blüte. Die aktuelle Auswahl mit weniger als 0,3 Prozent THC und Laborzertifikat je Charge findest du unter CBD Blüten. Die Abgabe erfolgt ab 18 Jahren.

Quellen

Diese Quellen stützen die Sachaussagen im Beitrag.

  1. When Cannabis sativa L. Turns Purple: Biosynthesis and Accumulation of Anthocyanins, Antioxidants (2023)Stützt die Aussage, dass violette Färbung bei Cannabis auf Anthocyane zurückgeht und je nach Genotyp unterschiedlich stark ausfällt; als Hauptpigment wurde Cyanidin-3-rutinosid nachgewiesen.
  2. Anthocyanin accumulation, inflorescence dry weight and total cannabidiol content have different temperature optima in Cannabis sativa, Journal of Cannabis Research (2025)Stützt die Aussage, dass Temperaturen während der Reife beeinflussen, wie deutlich Anthocyane und damit violette Farbtöne in Cannabis-Blüten sichtbar werden.
  3. Fällt das Hanf-Erzeugnis unter das Konsumcannabisgesetz?, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) (ohne Datum, abgerufen 17.09.2026)Stützt die Aussage, dass Nutzhanf nur aus Sorten des gemeinsamen EU-Sortenkatalogs stammen oder höchstens 0,3 Prozent THC enthalten darf, um vom Konsumcannabisgesetz ausgenommen zu sein.
Über den Autor

Jona Decker

Jona Decker ist Autor und Redakteur mit den Schwerpunkten CBD, Cannabinoide und Cannabis-Recht. Er studierte Betriebswirtschaftslehre mit der Spezialisierung empirische Wirtschaftsforschung und beschäftigt sich seit 2020 publizistisch mit Cannabidiol. Seit Oktober 2020 schreibt er für das Magazin CBD360, dessen Redaktionsleitung er heute mitverantwortet. Für CBDÍA ordnet er Produkte sachlich ein, auf Grundlage von Laborzertifikat je Charge und dokumentierter Herkunft.