THC Wert in Cannabis-Pflanzen

THC-Grenzwert in Cannabis

In der Welt von Cannabis ist THC eine der bekanntesten und am meist erforschtesten Substanzen. Cannabis, auch bekannt in Verbindung mit Hanf, Marihuana und CBD, ist eines von über 180 Cannabinoiden der Cannabis-Pflanze. Die Wirkung von THC auf den Körper und Geist ist seit langem Gegenstand unzähliger Diskussionen und Studien. In diesem Blog werden wir uns mit einigen der Fragen beschäftigen, welche vielen Menschen im Zusammenhang mit THC auf der Seele brennen und bringen dadurch hoffentlich ein besseres Verständnis für diese faszinierende Verbindung mit. 

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THC-Grenzwert in Cannabis

Grenzwert von THC-haltigen Cannabis

Cannabis mit THC hat eine Vielzahl von Auswirkungen auf den Körper, die auf die Aktivierung von Cannabinoid-Rezeptoren zurückzuführen sind. Vor allem im Bezug auf die anstehende Legalisierung, nach der Cannabis legal gekauft werden darf, ist die Aufklärung über die Wirkung von Cannabis mit THC ein sehr wichtiges Thema. THC bindet an diese Rezeptoren und verändert dadurch die Funktionsweise des Nervensystems und des Gehirns, dadurch kann es eine Vielzahl von Wirkungen auslösen, darunter z.B. eine erhöhte Freisetzung von Dopamin um Gehirn, welches zu einem Gefühl der Euphorie und Entspannung führen kann. Ebenfalls kann es die Wahrnehmung von Zeit und Raum verändern, die Stimmung beeinflussen und die Kreativität fördern. Cannabis mit THC wird unter anderem auch in der Medizin eingesetzt, da es mitunter schmerzlindernde, entzündungshemmende und Übelkeit lindernde Wirkungen hat. Allerdings kann es auch unerwünschte Wirkungen wie Angst, Paranoia, Verwirrung und Gedächtnisprobleme auslösen, insbesondere bei hohen Dosen oder Personen mit wenig Konsumerfahrung und einer niedrigen Toleranz.

Was ist der Grenzwert von THC am Steuer?

Der Grenzwert von THC im Blut wurde im Rahmen der THC-Legalisierung von 1,0 Nanogramm auf 3,5 Nanogramm erhöht. Dies wurde am Donnerstag, den 28 März 2024 beschlossen.Nach aktuellem Stand der Wissenschaft sei eine verkehrssicherheitsrelevante Wirkung beim Führen eines Kraftfahrzeuges nicht fernliegend, sobald dieser Wert erreicht werde. Dies bedeutet, dass Cannabis am Steuer also weiterhin strafbar ist. Darüber hinaus wurden die Strafen für einen zu hohen Grenzwert im Blut sogar erhöht. Der Wert von 3,5 Nanogramm THC im Blut sei vergleichbar mit 0,2 Promille Alkohol. Neben einem dreimonatigen Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg kann eine Geldbuße von bis zu 3.000€ verhängt werden. Ausnahmen gibt es hier nur insofern Cannabis vom Arzt verschrieben wurde.

Darf ich THC und Alkohol gleichzeitig im Blut haben?

Die Expertenkommission, die vom Verkehrsministerium eingesetzt wurde, zeigt sich in Bezug auf den gleichzeitigen Konsum von Cannabis und Alkohol deutlich strikter als beim Festlegen eines Grenzwerts. Die Kommission spricht sich dafür aus, dass Personen, die Cannabis konsumieren, gänzlich auf Alkohol am Steuer verzichten sollten. Dieser kombinierte Konsum birgt ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr und wird daher als besonders gefährlich eingestuft.

Wie wirkt ein hoher THC Wert auf den Körper?

Der THC Wert in Cannabis beeinflusst hauptsächlich das Endocannabinoid-System (ECS) in unserem Körper, das für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts verantwortlich ist. THC bindet an CB1-Rezeptoren, die hauptsächlich im Gehirn und Nervensystem vorkommen, sowie an CB2-Rezeptoren, die hauptsächlich im Immunsystem vorkommen. Dadurch werden Neurotransmitter und Hormone freigesetzt, die verschiedene Wirkungen im Körper auslösen können.

Grenzwert von THC in Cannabis
Hohe THC-Werte in Cannabis erfordern einen präzisen Anbau. Dafür erfordert es neben Expertise auch hochwertige Cannabis Samen.

Warum macht der THC Wert müde?

THC kann eine sehr beruhigende und sedierende Wirkung haben, weshalb auch eine der häufigsten Auswirkungen von THC die Entspannung und Schläfrigkeit ist. Dies kommt dadurch zu Stande, weil sich THC an CB1-Rezeptoren im Hirn bindet und dadurch die Freisetzung von Neurotransmittern wie GABA und Dopamin erhöhen, was dazu beiträgt, die Hirn Aktivität zu reduzieren. Zudem kann THC auch die Melatonin Produktion erhöhen, was die Zeit verkürzt, die zum Einschlafen benötigt wird, genauso wie es die Dauer des Tiefschlafs verlängern kann, was zu einem erholsameren Schlaf führen kann. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass die Auswirkungen von Körper zu Körper individuell unterschiedlich sein können und von verschiedensten Faktoren abhängen, wie z.B. Dosierung, Toleranz und individuelle Stoffwechselprozesse.

Wo dockt THC an?

THC dockt hauptsächlich an die CB1-Rezeptoren im Gehirn und Nervensystem an. Diese Rezeptoren sind Teil des Endocannabinoid-Systems im Körper und spielen eine große Rolle bei der Regulierung verschiedener Prozesse wie bei der Schmerzwahrnehmung, dem Appetit und der Stimmung. Durch die Bindung von THC an CB1-Rezeptoren werden verschiedene Neurotransmitter und Hormone freigesetzt, welche eine Vielzahl von Wirkungen im Körper auslösen können.

Warum wirkt der THC Wert bei mir nicht?

Es kann vorkommen, dass THC bei manchen Menschen nicht oder nicht mehr wirkt. Die Gründe dafür können je nach Erfahrung des Konsumenten unterschiedlich sein. Hier folgen einige mögliche Erklärungen und Lösungen. Für Erstkonsumenten: Wenn THC beim Erstkonsum nicht wirkt, kann es daran liegen, dass noch nicht genügend Cannabinoid-Rezeptoren im Körper vorhanden sind. Das Endocannabinoid System muss sich erst auf den neuen Stoff einstellen und zusätzliche Rezeptoren bilden, damit sich die Wirkung von THC richtig entfaltet werden kann. In diesem Fall empfiehlt es sich, die Dosis langsam zu steigern und einfach etwas Geduld mitzubringen. Außerdem kann es sein, dass die gewählte Konsummethode nicht effektiv genug ist oder falsch ausgeführt wird, beispielsweise wenn der Rauch nicht wirklich in die Lunge gezogen wird. In diesem Fall kann es helfen, die Konsummethode zu ändern, beispielsweise durch Vaporisieren oder den Konsum von essbaren Produkten.

Für erfahrene Raucher: Erfahrene Konsumenten können eine Toleranz gegenüber THC entwickeln, was bedeutet, dass höhere Dosen benötigt werden, um die gleiche Wirkung wie bei vorherigen Malen zu bekommen. Wenn THC nicht mehr wirkt, kann es helfen, eine Pause einzulegen und eine niedrigere Dosis zu verwenden, um die Toleranz wieder abzuschwächen. Es ist immer wichtig, darauf zu achten, dass der Konsum kontrolliert und sicher geschieht, um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wann wirkt THC Tee?

THC Tee kann je nach Art der Zubereitung und Dosierung unterschiedlich schnell wirken. Wenn der Tee beispielsweise mit fetthaltigen Zutaten wie Milch oder Butter zubereitet wird, kann dadurch deutlich mehr THC gebunden werden, was sowie die Absorption von THC durch den Körper verbessert, was schlussendlich zu einer schnelleren Wirkung führt. Im Allgemeinen kann es jedoch von 30 Minuten bis zu 2 Stunden dauern, bis die Wirkung von THC Oral eingenommen eintritt.

Geschichte von THC

Wer hat THC erfunden?

Eine Erfindung von THC gibt es nicht, da THC eine natürlich vorkommende chemische Verbindung ist, die in der Cannabispflanze produziert wird. Von daher wurde es nicht erfunden, sondern entdeckt und isoliert. Erstmals wurde THC Öffentlich in den 1960er Jahren als solches identifiziert und isoliert. Es gibt eine ganze Reihe von Wissenschaftler:innen, welche an der Entdeckung beteiligt waren, der Hauptverdienst gebührt jedoch Raphael Mechoulam und seinem Forschungsteam von dem Weizmann-Institut bei Tel Aviv. Diese Forschungen haben geholfen, viele der Geheimnisse und Mythen über Cannabis zu lüften. Das wohl allererste mal wurde THC jedoch im Jahr 1940 von Roger Adams isoliert. Adams, ein Chemiker welcher von der US-Prohibitionsbehörde beauftragt wurde, die chemischen Verbindungen in Cannabis zu untersuchen, welche für die bereits bekannten „bewusstseinsverändernden“ und „schädliche“ Wirkungen verantwortlich sind. Dies tat er auch und entwickelte darüber hinaus auch ein System zur Messung der Potenz von THC, welches noch heute von Wissenschaftler:innen verwendet wird. Obwohl Adams wichtige Beiträge zur Erforschung von Cannabis geleistet hat, wurde der La Guardia-Bericht über Cannabis aus politischen Gründen abgelehnt, was zu einer Verzögerung der wissenschaftlichen Untersuchungen führte.

Wer hat THC entdeckt?

Cannabis hat eine sehr lange Geschichte als Arznei- und Rauschmittel, aber leider ist diese Geschichte nicht vollständig geklärt. Trotz der hohen Konsumrate, sind die bedeutendsten Meilensteine der Geschichte nur begrenzt dokumentiert. Was jedoch sicher ist, ist dass anhand Archäologischer Funde, nachgewiesen werden konnte, dass Cannabis und das darin befindliche zu dieser Zeit noch unentdeckte THC bereits vor etwa 2500 Jahren für medizinische Zwecke genutzt wurde. Die ersten Funde stammen aus China, wo der chinesische Kaiser Shen-Nung die Verwendung von Cannabis zur Behandlung von verschiedenen Beschwerden wie Verstopfung, Frauenleiden, Gicht, Malaria und Rheuma empfohlen haben soll. Er beschrieb auch Hunderte von Heilmitteln und gilt als der Entdecker des Tees. Die industrielle Anwendung von Cannabis als Nutzpflanze in China reicht sogar bis zu 6000 Jahre zurück. Um 1400 v. Chr. ist Cannabis von China nach Indien gelangt und von dort aus über die Zeit verteilt, in die gesamte Welt.

Seit wann gibt es THC?

Archäologische Funde belegen, dass Cannabis und das darin enthaltene THC bereits vor etwa 2500 Jahren für medizinische Zwecke genutzt wurde. Die erste isolierte THC Probe wurde im Jahr 1940 von Roger Adams, einem Chemiker, welcher von der US-Prohibitionsbehörde beauftragt wurde, durchgeführt. 

Warum ist THC so beliebt?

THC ist aufgrund seiner psychoaktiven Wirkung bei den Anwendern sehr beliebt und wird oft zum Zweck der Freizeitgestaltung eingesetzt. In der Medizin findet THC mittlerweile auch wieder immer mehr anklang und wird verwendet um Schmerzen zu lindern, den Appetit zu steigern und bei bestimmten Krankheiten wie Multiple Sklerose, Krebs und Epilepsie zu helfen.

Wo ist THC enthalten?

THC ist hauptsächlich in den Blüten und Blättern der weiblichen Cannabispflanze enthalten. Es kann auch in verschiedenen Cannabisprodukten wie Ölen, Tinkturen, Edibles und Konzentraten gefunden werden. Die Konzentration von THC kann je nach Sorte, Anbaubedingungen und Erntezeitpunkt variieren. 

Der THC Gehalt

Wie kann der THC Gehalt gemessen werden?

Der THC-Gehalt kann durch verschiedene Methoden gemessen werden. Wenn es um den THC Gehalt der Blüten geht, bekommt man das genauste Ergebnis nur aus dem Labor, in welchem eine Gaschromatographie oder Hochleistungsflüssigkeitschromatographie durchgeführt wird. Für zuhause gibt es auch Test-Kits, welche eine grobe Schätzung des THC-Gehalts ermöglichen. Um das in unserem Körper befindliche THC zu messen, ist die wohl häufigste Methode der klassische Urintest. Wichtig hierbei zu wissen ist, dass THC im Urin deutlich länger nachgewiesen werden kann als beispielsweise im Blut, ansonsten gibt es noch die Blutentnahme, Speichelprobe und Haarprobe.

Was für Möglichkeiten gibt es THC einzunehmen?

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, THC einzunehmen und schlussendlich auch in einen Rausch zu verfallen. Dazu zählt das Rauchen, Verdampfen, Essen von THC-haltigen Lebensmitteln (Edibles) oder die Einnahme von Kapseln, die THC-Öl enthalten. Jede Methode hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Wirkung und die Dauer des Rausches.

Was ist ein hoher THC Gehalt?

Ein hoher THC-Gehalt wird üblicherweise ab einem Gehalt von 20% oder mehr betrachtet. Ein solch hoher THC-Gehalt kann zu starken psychoaktiven Wirkungen führen und wird in vielen Fällen von Freizeitnutzern bevorzugt konsumiert. 

Welcher THC Gehalt ist in Deutschland legal?

In Deutschland ist ein THC Gehalt von bis zu 0,3% in Hanfpflanzen legal. Dieser geringe Gehalt ist nicht ausreichend, um eine psychoaktive Wirkung hervorzurufen, womit der missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen ist. THC-haltige Produkte mit <0,3% sind in Deutschland hauptsächlich nur legal, wenn sie aus dem zertifizierten Nutzhanf Cannabis Sativa des EU-Sortenkatalogs stammen.

Welcher Hanf hat einen THC Gehalt?

Es gibt verschiedene Sorten von Hanf, die für den Anbau geeignet sind. Einige Sorten sind speziell für den Anbau von CBD (Cannabidiol) ausgelegt, während andere Sorten einen höheren THC Gehalt aufweisen. Wichtig zu beachten ist, dass THC und CBD hauptsächlich in den Blüten der weiblichen Marihuana-Pflanzen vorkommen, wobei die männliche Pflanze in der Regel nur sehr geringe Mengen der genannten Stoffe enthält.


Autor Johannes Harms
Über den Autor

Johannes Harms

Als einer der Vorreiter der deutschen Cannabis-Szene hat sich Johannes Harms über Jahre hinweg zu einem der gefragtesten Cannabis-Experten im deutschsprachigen Raum entwickelt. Angetrieben durch seine Leidenschaft zu Cannabinoiden hat er sich auf die Bildung von Terpenen im Anbau von photoperiodischen Cannabispflanzen spezialisiert. Durch sein fundiertes Wissen im Bereich von sensorischen und mikrobiologischen Prüfungen ist er bereits seit mehreren Jahren Teil eines unabhängigen Sensorikpanels.