Terpinolen ist ein Monoterpen, ein flüchtiger Duftstoff mit süßlichem, kiefernartigem Geruch und einer leichten Zitrusnote im Geschmack. Es kommt in Teebaumöl, Kiefernöl, Zitrusschalen und Pastinaken vor und gehört zu den Aromastoffen, die Hanf in seinen Blüten bildet.
Dieser Glossar-Beitrag erklärt, was Terpinolen chemisch ist, wo es vorkommt, wie es riecht und wie du die Angabe in einem Terpenprofil liest. Den Überblick über alle Aromastoffe der Hanfpflanze gibt der Ratgeber Terpene in Cannabis. Welche Sorten Terpinolen im Profil führen, siehst du bei unseren CBD Blüten: Dort steht zu jeder Sorte das Terpenprofil, dazu Herkunft, Anbautyp und ein Laborzertifikat je Charge.
Terpinolen im Steckbrief: Chemie, Duft und Siedepunkt
Chemisch ist Terpinolen ein ringförmiges Monoterpen mit der Summenformel C10H16. Diese Formel teilt es mit Myrcen und Limonen, der Bau ist aber ein anderer: ein Sechsring mit zwei Doppelbindungen, von denen eine aus dem Ring herausführt. Fachlich zählt der Stoff zu den p-Menthadienen. Die Stoffdatenbank PubChem nennt nach dem CRC Handbook einen Siedepunkt von 187 °C, eine weitere dort geführte Angabe lautet 183 bis 185 °C bei Normaldruck.
| Stoffklasse | Monoterpen (einringig, p-Menthadien) |
|---|---|
| Summenformel | C10H16 |
| Duft | süßlich und kiefernartig, im Geschmack leicht zitrisch |
| Vorkommen in der Natur | Teebaum, Waldkiefer, Zitrusschalen, Pastinake, Muskat, Hanf |
| Siedepunkt | etwa 187 °C bei Normaldruck (Quelle: PubChem, CRC Handbook) |
| Im CBDÍA-Sortiment laut Terpenprofil | CBD Blüten Cream Mandarin, Blue Dream und Hulkberry; CBD Hasch Frosted Gelato |
Wo kommt der Duftstoff in der Natur vor?
Viele Pflanzen bilden Terpinolen, vor allem Bäume. PubChem nennt die Schalenöle von Zitrusfrüchten wie Orange, Bergamotte und Mandarine, das Öl der Waldkiefer und die Öle mehrerer Teebaum-Arten. Ein weiterer Eintrag der Datenbank beschreibt Pastinakenöl als besonders reiche Quelle und führt außerdem Piment, Minze, Wacholder und Muskat auf.
Genutzt wird der Stoff als Duft- und Aromastoff: PubChem führt ihn als Aromastoff für Lebensmittel und als Duftkomponente für Parfüm und Seifen. Wie viel Terpinolen eine Pflanze enthält, hängt von Art, Sorte und Verarbeitung ab.
Welche Rolle spielt es in Hanf?
Hanf bildet seine Duftstoffe in den Drüsenhaaren der Blüten, den Trichomen. In einer Untersuchung der Nutzhanf-Sorte Finola aus dem Jahr 2017 gehörte Terpinolen zu den häufigsten Monoterpenen im Harz, zusammen mit Myrcen, Alpha-Pinen, Limonen, Beta-Pinen und Ocimen. Die Anteile schwankten von Pflanze zu Pflanze deutlich.
Oft ist Terpinolen in Cannabis nur in kleinen Anteilen enthalten. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020 beschreibt aber, dass sich Cannabis-Sorten nach ihrem vorherrschenden Terpen in fünf Gruppen ordnen lassen, und eine davon wird von Terpinolen bestimmt. Steht Terpinolen in einem Profil vorn, hast du also einen eigenen Aromatyp vor dir.
So liest du die Angabe im Terpenprofil
Im Sortiment von CBDÍA nennen die Terpenprofile Terpinolen bei den Blüten Cream Mandarin, Blue Dream und Hulkberry sowie beim Hasch Frosted Gelato. Die Profile der Blüten beschreiben seinen Beitrag als frisch und fruchtig mit blumigen und würzigen Noten. Allein steht Terpinolen dort nie, bei Cream Mandarin und Hulkberry folgt zum Beispiel Ocimen. Drei Punkte helfen beim Lesen:
- Die Reihenfolge zählt: Das zuerst genannte Terpen prägt das Aroma am stärksten.
- Die Kombination entscheidet: Neben Myrcen riecht Terpinolen anders als neben Limonen oder Guaiol.
- Die Angabe gilt für eine Charge, nicht für die Sorte insgesamt.
Terpinolen ist flüchtig, Anbau, Trocknung und Lagerung verändern den Gehalt. Bei CBDÍA steht das Terpenprofil deshalb zusammen mit Laborzertifikat, Herkunftsland, Anbautyp und dem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent auf der Produktseite.
Was die Forschung untersucht
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2022 zählt Terpinolen zu den Terpenen, die Analysen von Cannabis üblicherweise betrachten. Zur Frage, ob Terpene und Cannabinoide zusammenspielen, hält sie fest, dass die bisherigen Studien diese Idee teils stützen und teils widerlegen. Aus dem Nachweis von Terpinolen in einer Blüte folgt deshalb keine Aussage über eine Wirkung. Das Terpenprofil beschreibt das Aroma einer Sorte, nicht ihren Nutzen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Terpene werden hier als Aroma- und Pflanzenstoffe beschrieben, nicht als Wirkstoffe. Stand: Oktober 2026.








