Beta-Caryophyllen ist ein Sesquiterpen, ein größerer Duftstoff aus der Gruppe der Terpene, der pfeffrig, würzig und holzig riecht. Es steckt in Gewürznelken und vielen weiteren Gewürz- und Nahrungspflanzen und gehört in Hanf zu den häufigsten Terpenen seiner Größenklasse.
Der Glossar-Beitrag erklärt, was Caryophyllen chemisch ist, wo es vorkommt, warum es in der Cannabinoid-Forschung genannt wird und wie du es in einem Terpenprofil liest. Den Überblick über alle Aromastoffe der Hanfpflanze gibt der Ratgeber Terpene in Hanf und Cannabis. Sorten mit würzigem Profil findest du bei unseren CBD Blüten, jede mit Laborzertifikat zur Charge.
Beta-Caryophyllen im Steckbrief: Chemie, Duft und Siedepunkt
Sesquiterpene bestehen aus drei Isopren-Einheiten und sind damit größer als Monoterpene wie Limonen. Beta-Caryophyllen hat die Summenformel C15H24 und ein ungewöhnliches Ringgerüst mit einem Vierring. Weil es schwerer ist, verdunstet es langsamer: Die Stoffdatenbank PubChem nennt einen Siedepunkt von 256 bis 259 °C unter Normaldruck, deutlich höher als bei den meisten Monoterpenen.
| Stoffklasse | Sesquiterpen |
|---|---|
| Summenformel | C15H24 |
| Duft | pfeffrig, würzig, holzig |
| Vorkommen in der Natur | Gewürznelkenöl, ätherische Öle vieler Gewürz- und Nahrungspflanzen, Hanf |
| Siedepunkt | etwa 256 bis 259 °C bei Normaldruck (Quelle: PubChem) |
| Im CBDÍA-Sortiment laut Terpenprofil | CBD Blüten Gorilla Glue, White Widow und Hazelnut Cookies; CBD Hasch La Crème, Golden Caramel und Vanilla Cream |
Wo kommt der Stoff in der Natur vor?
Beta-Caryophyllen ist in der Pflanzenwelt weit verbreitet. Die Stoffdatenbank nennt es als häufigste Form in vielen ätherischen Ölen, besonders reich daran ist das Öl der Gewürznelke. Die Studie von 2008 beschreibt es als verbreiteten Bestandteil der ätherischen Öle zahlreicher Gewürz- und Nahrungspflanzen. Über Gewürze nehmen Menschen Caryophyllen deshalb ganz alltäglich mit der Nahrung auf.
Ein naher Verwandter ist Humulen, früher Alpha-Caryophyllen genannt. Beide haben dieselbe Summenformel, unterscheiden sich aber im Aufbau und im Duft. In Hopfen und Hanf treten sie oft gemeinsam auf.
Zehn oder fünfzehn Kohlenstoffatome: die zwei Größenklassen
Terpene werden nach der Zahl ihrer Bausteine eingeteilt. Monoterpene bestehen aus zwei Isopren-Einheiten und haben zehn Kohlenstoffatome, Sesquiterpene aus drei Einheiten mit fünfzehn Kohlenstoffatomen. Diese Größe hat Folgen, die du im Alltag bemerkst:
- Monoterpene wie Myrcen, Limonen und Pinen sieden zwischen etwa 156 und 178 °C, Beta-Caryophyllen erst bei etwa 256 bis 259 °C.
- Kleinere Moleküle verdunsten leichter und prägen den ersten Geruchseindruck einer Blüte, größere wirken eher als würzige Grundnote.
- In Laboranalysen stehen Mono- und Sesquiterpene oft in getrennten Gruppen.
In Hanf ist Beta-Caryophyllen der bekannteste Vertreter der Sesquiterpene, neben Humulen, Bergamoten und Farnesen. Wer ein Terpenprofil liest, findet es deshalb häufig als einziges Sesquiterpen unter mehreren Monoterpenen.
Warum nennt die Forschung es ein Nahrungs-Cannabinoid?
Eine Laborstudie aus dem Jahr 2008 zeigte, dass Beta-Caryophyllen selektiv an den Cannabinoid-Rezeptor CB2 bindet. Die Autoren bezeichneten es deshalb als Nahrungs-Cannabinoid, weil es aus Gewürzen und Lebensmitteln stammt. Chemisch bleibt es ein Terpen wie Pinen und ist kein Phytocannabinoid wie CBD, auch wenn beide in denselben Drüsenhaaren der Hanfblüte entstehen.
Die Bindung an einen Rezeptor in Zellversuchen und Tiermodellen ist ein Forschungsbefund, keine nachgewiesene Wirkung beim Menschen. Welche Bedeutung Beta-Caryophyllen aus Gewürzen oder Hanf für den Körper hat, wird weiter untersucht und ist nicht geklärt.
Welche Rolle spielt es in Hanf?
Hanf bildet Beta-Caryophyllen in den Drüsenhaaren der Blüten. In der untersuchten Nutzhanf-Sorte Finola gehörte es zusammen mit Humulen zu den häufigsten Sesquiterpenen, während bei den Monoterpenen Myrcen vorn lag. Im Terpenprofil steht Caryophyllen für die würzig-pfeffrige Grundnote; mit dem blumigen Linalool zusammen wirkt ein Profil weicher. Bei CBDÍA steht das Terpenprofil neben Laborzertifikat, Herkunftsland, Anbautyp und dem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent.
Im Sortiment von CBDÍA nennen die Terpenprofile Beta-Caryophyllen etwa bei den Blüten Gorilla Glue, White Widow und Hazelnut Cookies und bei mehreren Hasch-Sorten. Dort steht es neben Monoterpenen wie Myrcen, Pinen, Ocimen oder Camphen. Aus dem Nachweis von Caryophyllen in einer Blüte folgt keine Aussage über eine Wirkung; das Terpenprofil beschreibt das Aroma einer Sorte, nicht ihren Nutzen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Terpene werden hier als Aroma- und Pflanzenstoffe beschrieben, nicht als Wirkstoffe. Stand: September 2026.








