Linalool ist ein Monoterpenalkohol, ein natürlicher Duftstoff mit blumigem, frischem Geruch, den die meisten aus Lavendel kennen. Auch Basilikum, Bergamotte, Koriander und Hanf bilden Linalool; als Duftstoff steht es auch auf Zutatenlisten von Parfüm und Kosmetik.
Dieser Glossar-Beitrag erklärt, was Linalool chemisch ist, wo es vorkommt, wie es riecht und wie du es in einem Terpenprofil liest. Das Zusammenspiel aller Aromastoffe der Hanfpflanze beschreibt der Ratgeber Terpene in Cannabis. Sorten mit blumigem Profil findest du bei unseren CBD Blüten, jede mit Laborzertifikat zur Charge.
Linalool im Steckbrief: Chemie, Duft und Siedepunkt
Chemisch ist Linalool ein offenkettiges Monoterpenoid mit einer Alkoholgruppe, ein tertiärer Alkohol mit der Summenformel C10H18O. Das Sauerstoffatom unterscheidet es von reinen Kohlenwasserstoffen wie Myrcen, mit dem es das Kohlenstoffgerüst teilt. Laut der Stoffdatenbank PubChem siedet Linalool bei 198 °C unter Normaldruck.
| Stoffklasse | Monoterpenalkohol (Monoterpenoid) |
|---|---|
| Summenformel | C10H18O |
| Duft | blumig, frisch, leicht holzig |
| Vorkommen in der Natur | Lavendel, Basilikum, Bergamotte, Koriander, Hanf |
| Siedepunkt | etwa 198 °C bei Normaldruck (Quelle: PubChem, CRC Handbook) |
| Im CBDÍA-Sortiment laut Terpenprofil | CBD Blüten Purple Haze und Lucky Dude; CBD Hasch Frozen Beldia und Vanilla Cream |
Terpen oder Terpenoid: was der Unterschied bedeutet
Streng genommen ist Linalool kein reines Terpen, sondern ein Terpenoid. Reine Terpene wie Myrcen, Limonen oder Pinen bestehen nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Terpenoide sind abgewandelte Terpene, die zusätzlich Sauerstoff enthalten, bei Linalool in Form einer Alkoholgruppe. Im Alltag und in Terpenprofilen werden beide Gruppen meist zusammen als Terpene bezeichnet.
Die Sauerstoffgruppe verändert die Eigenschaften spürbar: Linalool siedet mit etwa 198 °C höher als Myrcen mit etwa 167 °C, obwohl beide dasselbe Kohlenstoffgerüst haben, und es riecht blumig statt krautig. Für Terpenprofile heißt das: Linalool steht dort neben den reinen Terpenen, gehört chemisch aber zu einer eigenen Untergruppe.
Wo kommt der Duftstoff vor?
Linalool ist in aromatischen Pflanzen weit verbreitet. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2021 nennt Lavendel, Basilikum, Bergamotte und Eukalyptus als Pflanzen mit viel Linalool. Wie bei Limonen gibt es zwei spiegelbildliche Formen, die unterschiedlich riechen: Die in Lavendel und Basilikum häufige Form duftet kräftig blumig, frisch und holzig, die andere zarter und süßlicher.
Die Stoffdatenbank PubChem führt Linalool als Bestandteil ätherischer Öle und als Duftstoff. Deshalb begegnet dir der Name auch außerhalb von Pflanzen, etwa auf den Zutatenlisten von Parfüm und Kosmetik.
Welche Rolle spielt es in Hanf?
Auch Hanf bildet Linalool in den Drüsenhaaren seiner Blüten. Meist steht es im Terpenprofil nicht ganz vorn; dort dominieren oft Myrcen, Pinen oder Beta-Caryophyllen. Manche Sorten zeigen aber einen deutlichen Linalool-Anteil, die Übersichtsarbeit von 2021 nennt dafür einzelne Cannabis-Chemovare. Im Profil steht Linalool für die blumige, lavendelartige Note, die erdige und würzige Töne weicher macht.
Im Sortiment von CBDÍA nennen die Terpenprofile Linalool etwa bei den Blüten Purple Haze und Lucky Dude und bei den Hasch-Sorten Frozen Beldia und Vanilla Cream. Allein steht es dort nie: Bei den Hasch-Sorten folgt es auf Myrcen oder Beta-Caryophyllen, bei den Blüten auf Terpinolen, Eucalyptol oder Bisabolol. Erst diese Kombination entscheidet, ob ein Aroma eher erdig, frisch oder weich und blumig wirkt.
Die Angabe gilt immer für eine Charge. Linalool ist flüchtig, Anbau, Trocknung und Lagerung verändern den Gehalt. Bei CBDÍA steht das Terpenprofil deshalb zusammen mit Laborzertifikat, Herkunftsland, Anbautyp und dem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent auf der Produktseite.
Was die Forschung untersucht
Linalool ist Gegenstand vieler Labor- und Tierstudien, vor allem zu Fragen des Nervensystems. Die Übersichtsarbeit von 2021 fasst zusammen, dass die Belege überwiegend vorklinisch sind und gut angelegte Studien am Menschen fehlen. Aus dem Nachweis von Linalool in einer Blüte oder einem Öl folgt deshalb keine Aussage über eine Wirkung. Das Terpenprofil beschreibt das Aroma einer Sorte, nicht ihren Nutzen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Terpene werden hier als Aroma- und Pflanzenstoffe beschrieben, nicht als Wirkstoffe. Stand: September 2026.








