Pinen ist ein Monoterpen mit harzigem, frischem Duft nach Nadelwald. Es kommt in zwei Formen vor, Alpha-Pinen und Beta-Pinen, die zu den am weitesten verbreiteten Terpenen überhaupt gehören: in Kiefern, Rosmarin, Salbei und auch in Hanf.
Der Glossar-Beitrag erklärt, was Pinen chemisch ist, worin sich die beiden Formen unterscheiden, wo sie vorkommen und wie du Pinen in einem Terpenprofil liest. Den Überblick über die Aromastoffe der Hanfpflanze gibt der Ratgeber Terpene in Cannabis. Sorten mit harzig-frischem Profil findest du bei unseren CBD Blüten, jede mit Laborzertifikat zur Charge.
Pinen im Steckbrief: Alpha- und Beta-Pinen
Pinen hat die Summenformel C10H16 und ein kompaktes Gerüst aus zwei verbundenen Ringen. Alpha- und Beta-Pinen unterscheiden sich nur in der Lage einer Doppelbindung, das reicht für einen unterschiedlichen Duft und Siedepunkt. Die Stoffdatenbank PubChem nennt für Alpha-Pinen 156 °C, für Beta-Pinen führt sie 166 °C, jeweils unter Normaldruck.
| Stoffklasse | Monoterpen (zweiringig) |
|---|---|
| Summenformel | C10H16 |
| Duft | Alpha-Pinen harzig nach Kiefer, Beta-Pinen grüner und holziger |
| Vorkommen in der Natur | Kiefer und andere Nadelhölzer, Wacholder, Rosmarin, Salbei, Pistazie, Hanf |
| Siedepunkt | etwa 156 °C (Alpha-Pinen) und 166 °C (Beta-Pinen) bei Normaldruck (Quelle: PubChem) |
| Im CBDÍA-Sortiment laut Terpenprofil | CBD Blüten White Widow und Hulkberry; CBD Hasch Afghano und La Crème |
Wo kommt der Duftstoff vor?
Der Name leitet sich von pinus ab, dem lateinischen Wort für Kiefer. Alpha- und Beta-Pinen sind Hauptbestandteile von Terpentinöl aus Kiefernharz und prägen den Duft von Nadelwäldern. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2019 beschreibt sie als die am weitesten verbreiteten Monoterpene und nennt neben Nadelhölzern Salbei, Rosmarin, Pistazie und Hanf. Auch Wacholder und Myrte enthalten viel Alpha-Pinen.
Im Sortiment von CBDÍA nennen die Terpenprofile Pinen etwa bei den Blüten White Widow und Hulkberry sowie bei den Hasch-Sorten Afghano und La Crème. Dort steht es neben Myrcen, Beta-Caryophyllen, Humulen, Camphen oder Terpinolen. Pinen sorgt in diesen Profilen für die frische, harzige Spitze über einer würzigen oder erdigen Grundnote.
Welche Rolle spielt es in Hanf?
Hanf bildet Pinen in den Drüsenhaaren der Blüten. In der untersuchten Nutzhanf-Sorte Finola gehörten (+)-Alpha-Pinen und (+)-Beta-Pinen zu den häufigsten Monoterpenen, zusammen mit Myrcen, Limonen und Terpinolen. Unter den größeren Sesquiterpenen stand Beta-Caryophyllen vorn.
Im Terpenprofil einer Sorte steht Pinen für die frische, harzige Note, die an Kiefernnadeln und Kräuter erinnert. Zusammen mit dem blumigen Linalool oder dem erdigen Myrcen ergibt sich das Gesamtaroma. Die Werte gelten jeweils für eine Charge, denn Pinen ist flüchtig und Anbau, Trocknung und Lagerung verändern den Gehalt. Bei CBDÍA steht das Terpenprofil deshalb neben Laborzertifikat, Herkunftsland, Anbautyp und dem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent.
Alpha oder Beta: welche Form steht im Profil?
Viele Terpenprofile nennen nur Pinen, ohne die Form anzugeben. Das ist verständlich, weil beide Formen in Hanf gemeinsam vorkommen und im Duft eng beieinanderliegen. Laboranalysen können sie aber trennen und weisen dann zwei Werte aus. Hilfreich für das Lesen eines Profils:
- Alpha-Pinen steht für den klaren Harzduft von Kiefern.
- Beta-Pinen riecht grüner und holziger.
- Steht nur Pinen im Profil, sind meist beide Formen zusammengefasst.
Wie bei allen Terpenen gilt: Der Wert beschreibt eine bestimmte Charge. Zwei Chargen derselben Sorte können sich unterscheiden, weil Klima, Erntezeitpunkt und Trocknung den Gehalt an flüchtigen Stoffen verändern.
Was die Forschung untersucht
Alpha- und Beta-Pinen werden in vielen Labor- und Tierstudien untersucht. Übersichtsarbeiten aus den Jahren 2019 und 2021 halten fest, dass nur wenige klinische Studien vorliegen und die Belege überwiegend vorklinisch sind. Aus dem Nachweis von Pinen in einer Blüte folgt deshalb keine Aussage über eine Wirkung. Das Terpenprofil beschreibt das Aroma einer Sorte, nicht ihren Nutzen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Terpene werden hier als Aroma- und Pflanzenstoffe beschrieben, nicht als Wirkstoffe. Stand: September 2026.








